Wasser für Bombolulu, Kenia

Wasser für Bombolulu, Kenia

„Ziwa la Ng´ombe“ heißt frei übersetzt „Ort, an dem die Kühe getränkt werden“. Die staatliche Schule liegt am Rand von Mombasa, im Slum von Bombolulu. In acht Klassenräumen werden derzeit über 1200 Kinder von Klasse 1 bis 8 unterrichtet. Englisch ist Pflichtsprache. Für die Kinder hier ist der Schulbesuch Segen und Chance zugleich

Viele ihrer Altersgenossen bleibt das in Afrika verwehrt. Trotz staatlicher Schulpflicht, können sich viele Eltern weder die vorgeschriebenen Schuluniformen, noch Lernmaterialien kaufen. Der durchschnittliche Verdienst in Bombolulu liegt bei 30 Kenia-Schilling am Tag, umgerechnet etwa 25 Cent.

Der Hamburger Verein „Watoto wa Kenya e.V.“ kümmert sich seit Jahren um 60 AIDS-Waisen an dieser Schule. Dank vieler Spenden kann er die Kinder einmal täglich mit einer warmen Mahlzeit versorgen. Netzwerkpartner vor Ort sorgen dafür, dass jedes Kind regelmäßig sein Essen bekommt. Darüber hinaus hilft der Verein noch weiteren Schulen und Kindern in Kenia.

Unterstützung von der Udo Lindenberg Stiftung

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Gemeinsames Engagement: Arno Köster von der Udo Lindenberg Stiftung und Mitarbeiter von Water is Right

In den vergangenen zwei Jahren, wurde er dabei auch von der Udo Lindenberg Stiftung unterstützt. Bei einem Besuch von Stiftungsmanager Arno Köster 2011 in Bombolulu, wiesen ihn die Frauen von „Watoto wa Kenya“ auf das größte Problem vor Ort hin: Die Versorgung mit sauberem Trinkwasser klappt nicht und trotz bezahlter Rechnungen (was ein nicht unerheblicher Teil im Jahresetat der Schule ist), kommt nur selten brauchbares Wasser in der Schule an. Auch Grundwasser kann hier so gut wie nicht verwendet werden, weil es salzhaltig ist. So bleibt oft nichts anderes übrig, als Wasser von außerhalb zu beziehen, sofern es bezahlt werden kann. Es gab Zeiten, da mussten Schüler und Lehrer aus Regenpfützen trinken.

Arno Köster wurde nach seiner Rückkehr tätig und ging auf Rolf Stahlhofen und seine Stiftung „Water is Right“ zu, um Lösungen für das Wasserproblem in Bombolulu zu finden. Anfang des Jahres waren beide dann – gemeinsam mit den Macherinnen des Vereins Inge Lindenberg und Gaby Bentlage – in Mombasa, um sich dort mit den Gegebenheiten vertraut zu machen.

Water Box für Schulen in Bombolulu und Mtwapa

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Einfache Installation: Die Water Box lässt sich mit jedem Wasseranschluss verbinden

Nach einigen Gesprächen war klar, dass hier schon bald eine „Water Box“ installiert werden soll. Sie kann am Tag bis zu 2000 Liter salzhaltiges Grundwasser in sauberes und schmackhaftes Trinkwasser umwandeln. Davon werden nicht nur 1200 Kinder in „Ziwa la Ng´ombe“ in Bombolulu profitieren, sondern auch rund 200 Menschen in „Bambino Academy“. Diese private Schule in Mtwapa wurde von „Watoto wa Kenya“ mitaufgebaut und bis heute unterstützt.

Um beide Einrichtungen regelmäßig und sicher zu versorgen, wird „Water is Right“ in Mombasa erstmalig eine mobile Lösung installieren. Die Kosten für die „Waterbox“ werden von „Water is Right“ und der Udo Lindenberg Stiftung gemeinsam getragen. Stahlhofens Stiftung übernimmt die Anschaffung der Anlage sowie alle Nebenkosten. Dafür wurden die Erlöse des Benefizkonzertes am 21. März 2013 im Mannheimer Capitol verwendet.

Die operativen, sowie Personalkosten im Zusammenhang mit Transport, Einrichtung und Betrieb der „Waterbox“, trägt die Udo Lindenberg Stiftung. Fotos: Arno Köster

Weitere Informationen

Watoto wa Kenya e.V.: www.watotowa.org

Udo Lindenberg Stiftung: www.udo-lindenberg-stiftung.de 

Videotagebuch

Auf seiner Reise nach Kenya führte Arno Köster von der Udo Lindenberg Stiftung ein Videotagebuch. In Teil 2 und 3 besuchte er gemeinsam mit Rolf Stahlhofen von Water is Right die Bambino Acadmy sowie die Schule Bombolulu in Mtwapa.

Teil 2:

Teil 3:

Interessant? Hier finden Sie die weiteren Teile des Videotagebuchs: